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Gewürz des Monats:
Kreuzkümmel
lat: cumin
Kreuzkümmel ist in Indien, Nordafrika, dem Mittleren Osten, Mexiko
und Amerika weit verbreitet und wurde früher auch in Zentral- und
Osteuropa häufig für Backwaren verwendet.
Kreuzkümmel wird sprachlich oft mit Kümmel verwechselt. In Frankreich
nannte man den Kümmel oft cumin des prés, und ungenaue
Übersetzungen aus indischen Sprachen haben statt Jeera, Kreuzkümmel,
Shia jeera, Kümmel gesetzt, den in Indien wenig verwendet
wird. Schwarzer Kreuzkümmel (kala jeera) ist eine seltene
Varietät des Kreuzkümmels, die man in Kaschmir, Pakistan, Aphganistan
und dem Iran findet. Er wird auch schwarzer Kümmel genannt und vor
allem in der nordindischen und mongolischen Küche gebraucht.
Verbreitung
Stammt aus dem Niltal, verbreitete sich rasch über Nordafrika und
Kleinasien nach dem Iran, Indien, Indonesien und China. Aus Nordafrika
gelangte der Kreuzkümmel nach Spanien und hierauf nach Nord- und
Südamerika.
Aussehen und Höhe
Die einjährige Pflanze braucht ein heisses Klima und wird 30
cm hoch; sie wuchert gerne.
Ernte
Die Stengel werden geschnitten, wenn die Samen sich gelb zu färben
beginnen. Hierauf drischt man sie und trocknet die Samen an der Sonne.
Geschmack und Aroma
Der Geruch von Kreuzkümmel ist recht stark und schwer, mit säuerlichem
oder süsslichem Anflug. Die Samen schmecken leicht bitter, scharf
und warm, und der scharfe Geschmack hält sich ein Weilchen.
Verwendung
Küche: In Indien wird Kreuzkümmel gewöhnlich vor der
Verwendung trocken geröstet, um den Geschmack zu erhöhen. Unentbehrlich
in Mischungen wie Garam masala u.a. braucht man ihn auch für Pickles,
Appetithäppchen und Salate. In Nordafrika gehört er zu Ras el
hanout und würzt Merguez-Würstchen sowie viele Couscousgerichte.
In weiter östlich gelegenen arabischen Ländern und in der Türkei
wird oft gemahlener Kreuzkümmel Hackfleischgerichten und Gemüsen
beigefügt. In Spanien wird er mit Safran und Zimt in Eintöpfe
gegeben, und in Texas macht man damit Chilli con carne.
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